Dr. Thomas de la Fuente
Manchmal reicht ein einziger, ehrlicher Satz, um etwas in Bewegung zu bringen. Ich biete Ihnen den Raum dafür — auf Deutsch oder Englisch, in Linz oder online, als Verhaltenstherapeut mit tiefenpsychologischem Hintergrund.
Ein erster Einblick
In diesem kurzen Video spreche ich darüber, wie ich Therapie verstehe und was Sie in der Arbeit mit mir erwartet.
Was Menschen in schwierigen Phasen am meisten brauchen, ist selten ein Rat. Es ist jemand, der zu ihnen hält. Thomas de la Fuente
Worauf sie zählen können
Wer in Therapie kommt, bringt meist etwas mit, das er schon länger als Bürde erlebt — manchmal schon sehr lange. Ich versuche nicht, Ihnen zu erklären, was mit Ihnen „los ist". Vielmehr finde ich gemeinsam mit Ihnen heraus, was sich verändern soll und was Sie in Ihrer Entwicklung unterstützen kann.
Verhaltenstherapie ist evidenzbasiert und auf nachvollziehbaren Fortschritt ausgerichtet — wir arbeiten konkret an dem, was Sie bearbeiten wollen, und überprüfen, ob die angewandten Techniken wirken. Gleichzeitig zeigt sich im Therapieverlauf oft, dass Symptome nicht immer dort entstehen, wo sie sichtbar werden. Die jahrzehntelange Beschäftigung mit psychodynamischer Theorie hilft mir, mit Ihnen hinter wiederkehrende Muster zu blicken, ohne den Blick für das Konkrete zu verlieren. Was das praktisch bedeutet: klare Struktur und brauchbare Werkzeuge — kombiniert mit der Bereitschaft, auch dort hinzuschauen, wo es komplizierter wird. Kein dogmatisches Festhalten an einer Schule, sondern die Einladung, gemeinsam zu prüfen, was bei Ihnen wirkt.
Die therapeutische Beziehung ist für mich nicht der Rahmen der Arbeit — sie ist auch ein indirektes Ziel und Ort der Veränderung. Ich achte in unseren Sitzungen nicht nur auf die „Tonspur", sondern auch auf das, was Sie mit Worten (noch) nicht sagen können. Und dann finden wir gemeinsam eine Sprache für Inhalte, die Ihnen vielleicht schon Jahrzehnte zu schaffen machen. Damit es leichter wird, freier, und — wenn Sie bereit sind, es für sich zuzulassen — tatsächlich anders.
Persönlicher Werdegang
Geboren in Wetzikon in der Schweiz, aufgewachsen zwischen Basel und Oberösterreich, mehrere Jahre in den USA. Diese Biographie hat zwei Spuren hinterlassen, die in der therapeutischen Arbeit zusammenwirken: ein selbstverständlicher Zugang zu Deutsch und Englisch — beide annähernd auf muttersprachlichem Niveau — und ein früh geschärftes Gespür dafür, wie stark kultureller Kontext das psychische Erleben mitformt.
Beginnend in 2002: Studium der Philosophie an der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, Schwerpunkt Tiefenpsychologie (Mag. phil., mit Auszeichnung). Promotion an der Universität Wien (Dr. phil., mit Auszeichnung) — die Dissertation untersuchte den Identitätsbegriff Erik Eriksons und seine Übertragung auf Produkt- und Markenkultur.
Es folgten Jahre in der globalen Unternehmenskommunikation mit Reisen auf mehrere Kontinente und der daraus gewachsenen Erfahrung, wie unterschiedlich Menschen denken, fühlen und die Welt erleben. Der Weg zum praktizierenden Psychotherapeuten war ein langer und kurvenreicher. Aber gerade diese Umwege — durch Philosophie, Psychoanalyse, Kulturgeschichte und eine jahrzehntelange Beschäftigung mit der Frage, was Menschen trägt — haben mir eine Perspektive mitgegeben, die ich in der klinischen Arbeit täglich brauche.
Akademisch & therapeutisch
Psychotherapeutische Ausbildung
- Mag. pth. — Psychotherapiewissenschaften, Sigmund Freud Privatuniversität Wien, Fachspezifikum Verhaltenstherapie (Abschluss Juni 2026)
- BA pth. — Psychotherapiewissenschaften, Sigmund Freud Privatuniversität Wien (2023)
- Klinische Erfahrung seit 2024 unter laufender Supervision
Akademische Ausbildung
- Dr. phil. — Universität Wien, mit Auszeichnung (2011). Dissertation: „Identität verkaufen". Betreuer: Prof. Alfred Pfabigan
- Mag. phil. — Universität Wien & Medizinische Universität Wien, mit Auszeichnung (2007). Schwerpunkt: Tiefenpsychologie / psychoanalytische Grundlagen
Fortbildung & Qualitätssicherung
- Mitgliedschaft im ÖBVP (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie)
- Eintragung in die Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
- Laufende Supervision, Intervision und Fortbildung in Schematherapie und Verhaltenstherapie
Sprachen
- Deutsch — Muttersprache
- English — near-native; mehrjähriger Aufenthalt in den USA
- Español — Basiskenntnisse
Forschung & Werkzeuge
Aus der Beschäftigung mit der therapeutischen Beziehung ist der FIRA Fragebogen hervorgegangen — ein Instrument zur qualitativen Charakterisierung therapeutischer Beziehungen, das derzeit in klinischen und akademischen Kontexten erprobt wird.
Fast privat ...
Ich gehe seit vielen Jahren gerne laufen — manchmal aus Freude, manchmal um den Kopf freizubekommen, manchmal einfach, weil die Stille draußen eine andere Qualität hat als die Stille drinnen. Auf Fuerteventura, wo ich einen zweiten Lebensmittelpunkt habe, finde ich beides: eine Landschaft, die atmet, und eine Weite, die das Denken ordnet. Die stille Kraft und die Kargheit der Insel lässt einen spüren, wer man ist, wenn man alle Schnörkel weglässt.
Ich lese viel im Bereich von Psychoanalyse und Philosophie, aber auch neue Technologien haben es mir angetan. Beim Wandern begleiten mich entsprechende Podcasts. Und ich schätze Gespräche, die Zeit brauchen und die nicht dort aufhören, wo es richtig interessant wird. Was mich außerhalb der Praxis beschäftigt, spiegelt sich natürlich auch in der Arbeit wider — und umgekehrt.